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35. Das Schlüssel-Ereignis: der Einsturz der Zwillingstürme in New York am 11.9.01, <9/11> hausgemacht? Verschwörungstheorie oder bewiesene Verschwörung? Jedenfalls galt sofort: Politik statt Justiz. <9/11> diente dazu, den Krieg gegen den Terror zu legitimieren und damit den Welt-Beherrschungsanspruch der USA durchzusetzen, auch deren Propaganda.

A. Am Vormittag des 11. September 2001 rasten zwei Passagier-Jets in die beiden Türme des World Trade Center in New York. Diese gigantischen Türme fielen nach etwa einer Stunde in sich zusammen, im Tempo der Schwerkraft, am Nachmittag auch ein benachbartes Hochhaus. Dabei starben etwa 3’000 Menschen.

Die offizielle Version dazu lautete ungefähr, die beiden Türme seien Opfer eines Terror-Anschlags geworden; 19 arabisch-stämmige Selbstmord-Attentäter hätten insgesamt vier Flugzeuge entführt und die Spitze der Weltmacht USA vernichten wollen. Ein weiterer ähnlicher Anschlag am gleichen Tag galt nämlich dem Pentagon, und schliesslich stürzte ein Passagierflugzeug bei Shanksville/Pennsylvania ab, das vielleicht das Weisse Haus zum Ziel hatte. Statt das FBI mit der Untersuchung zu beauftragen, sprach Präsident George W. Bush am Abend dieses Tages zum amerikanischen Volk und versprach einen langen Krieg gegen die muslimischen Terrorgruppen um Osama bin-Laden und die mit dem Terrorismus sympathisierenden Staaten, und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld kündigte an, den Irak anzugreifen. Schon vor diesen Reden blendeten die TV-Anstalten neben Menschen, die aus den Türmen in den sicheren Tod sprangen, live eine Palästinenserin ein, welche angeblich vor Schadenfreude lachte, umgeben von lachenden Kindern.

B. Es gab früh Zweifel an der offiziellen Version. Hier ist nicht der Ort, sie alle aufzuzählen – im Internet gibt es Dutzende von Beiträgen zu <Re-Think 9/11>, in Youtube-Videos und in Zeitschriften, z.B. im US-Widerstands-Blatt. Mich hat damals das Buch des Geheimdienst-Experten und früheren deutschen Ministers für Forschung und Technologie Andreas von Bülow beeindruckt, der solche Zweifel hegte und die Vorbereitung und Durchführung der Anschläge dem CIA zuschrieb (<Die CIA und der 11. September>, Piper Verlag, München 2003; vgl. auch <Im Namen des Staates – CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste>, Piper Verlag 2000). Er machte den CIA auch für die Vertuschung der Vorgeschichte, die Beseitigung des Beweismaterials und die Sabotage der Aufklärung verantwortlich: (Video leider gelöscht!) und aktuell (auch nicht mehr verfügbar):

Senator Ron Paul wollte später Präsident Obama mit dem Transparency for the Families of 9/11 Victims and Survivors Act dazu zwingen, die immer noch unter Verschluss gehaltenen 28 Seiten des Commission Report von 2002 offenzulegen (Basel-Express.ch Mai 2016 S.58). Unter Verschluss? Was wird denn da vertuscht und warum? Diese 28 Seiten sollen die Verwicklung der Saudis belegen (NZZ 11.6.16 S.3) … Warum wurde dann Afghanistan angegriffen und nicht Saudi-Arabien? (vgl. dazu Kap. 33a) Weil sich bin-Laden dort versteckt habe. Aha. Aber der wohnte jahrelang unbehelligt im befreundeten Pakistan … Und warum wehrte sich Obama mit einem Veto gegen das genannte Gesetz (NZZ 10./11.9.16 S.2)?
Dubios. Infosperber hat jetzt aus diesen 28 Seiten zitiert, sie beweisen ein Komplott aus Saudi-Arabien, welches von den Präsidenten George W. Bush, Obama und nun Trump hartnäckig unter Verschluss gehalten wird – um diesen strategischen Verbündeten zu decken. Weiterhin dubios. Ein Ex-CIA-Agent, todkrank, enthüllt endlich die Zusammenhänge hinter <9/11>: ja, hausgemacht.

C. Wer an der offiziellen Version zweifelt oder sie wie ich für widerlegt hält, wird oft und gerne als Verschwörungstheoretiker belächelt. Die Sache ist aber, anders als z.B. die erste Landung auf dem Mond, viel zu ernst, ja für das Politik-Verständnis der ganzen jetzt lebenden Menschheit existentiell. Es geht bei diesem fürchterlichen Verbrechen um nicht mehr und nicht weniger als um die Glaubwürdigkeit der westlichen Führungsmacht und ihrer Feldzüge seit 2001. Kann z.B. das christliche Deutschland NATO-Partner der christlichen USA sein, wenn sich diese Weltmacht ein derart skrupelloses Verbrechen zuschulden kommen liess – auch am eigenen Volk? Die Sache heisst also:

  • A) Verschwörung innerhalb der Staatsspitze, Sprengung hausgemacht, zu welchem Zweck auch immer, z.B. um mittels des <Kriegs gegen den Terror> die Welt-Herrschaft der USA und die Gefolgschaft der Verbündeten zu festigen,
  • B) oder Verschwörungstheorie von notorischen Zweiflern und anti-amerikanischen Nörglern, also ein Verschwörungs-Geschichtchen, welches der überraschten Administration Bush unterstellt, die Twin-Towers selber zum Einsturz gebracht zu haben, während das doch erwiesenermassen durch die zwei Terror-Flugzeuge verursacht wurde.

Also Entweder-Oder, tertium non datur. Angesichts der Faktenlage ist <9/11> keine Ansichts- oder Glaubenssache. Denn eines ist logisch und klar: Die beiden Begriffs-Felder dürfen nicht verwischt werden. Es ist unlogisch und staatsphilosophisch unstatthaft, hier ungenau zu argumentieren. Das bedeutet, dass jedem, also JEDEM seriösen Zweifel an der offiziellen Version mit wissenschaftlicher Genauigkeit nachgegangen werden darf und muss. Es ist unsauber, unkorrekt und unstatthaft, einem Wissenschafter, der ernsthafte, nicht widerlegte Zweifel vorträgt, hämisch lächelnd das Etikett Verschwörungs-Theoretiker anzuhängen, ohne seine Zweifel aufzugreifen und sich wissenschaftlich ernsthaft mit ihnen zu befassen. In diesem Thema muss gelten: wahr oder nicht wahr. Nicht einmal Donald Trump würde es wagen, hier von alternativen Fakten zu sprechen. <9/11> war hausgemacht oder eben nicht, etwas dazwischen gibt es nicht.

Und wir dürfen kein Denkverbot zulassen. Menschen wie ich, die es sich nicht einfach und bequem machen wollen, werden hellhörig, wenn in einer derart brisanten Sache mit Denkverboten gefochten wird. Im Fall A) könnte es sein, dass die salopp hingeworfene und von Papageien nachgeplapperte Bezeichnung Verschwörungs-Theoretiker ein Propaganda-Trick derjenigen ist, welche mithelfen wollen, jenes gigantische Verbrechen zu vertuschen. Und im Fall B) könnte es sein, dass die seriöse Wahrheitssuche längst dazu geführt hat, dass die alleinige Einsturz-Ursache eben die beiden Terror-Flugzeuge sind und daran keine vernünftigen Zweifel mehr möglich sind. Wäre das der Fall, so müsste es legitim sein, eine lästige Querele von ewiggestrigen Nörglern mit dem Wort Verschwörungstheorie ad acta zu legen.

Diese Überlegungen führen mich zur Frage, wer denn beweispflichtig ist in dieser Kontroverse: Muss die Bush-Administration ihre Version beweisen oder der Tross der Zweifler seinen ungeheuerlichen Verdacht? – Ab hier ist Geduld nötig – und strikt logisches Denken:

Der Verlauf ist ja so, dass die Bush-Administration bzw. der Kongress eine Untersuchung in Auftrag gab, und auch den NIST-Report. Dieser erfuhr mehrere Ergänzungen und schien derart glaubwürdig, dass der Grossteil der Menschheit auf ihn abstellte, insbesondere alle Politiker und weltweit alle Verbündeten, offiziell sogar die Gegner. Der Verlauf war aber auch so, dass die Zweifler nicht verstummten und ihre Vorbehalte und Fragen immer drängender vorbrachten, bis hin zur offensiven Behauptung, die beiden Türme seien kontrolliert gesprengt worden. Wie noch zu zeigen sein wird, sind all diese Argumente stichhaltig. Die Beweislast dreht sich daher um. Auf diese Behauptungen, Vorbehalte und Fragen sind aber seitens der Administration oder unabhängiger Institutionen keine seriösen Erwiderungen mehr erfolgt. Ist Variante A) somit bewiesen? Ich bin zu dieser Überzeugung gelangt.

Deshalb finde ich es vermessen, einem wichtigen Vertreter der Wahrheitssuche zu <9/11> die Etikette Verschwörungs-Theoretiker anzuhängen und ihn damit wissenschaftlich und politisch suspekt zu machen: Dr. Daniele Ganser. Dieser integre Forscher, der seinen Wahrheitshunger und seine Wissenschaftlichkeit z.B. im Buch über die Geheimarmeen der NATO in Europa hinlänglich bewiesen hat, wird von Wikipedia penetrant als unglaubwürdiger Verschwörungs-Theoretiker eingestuft. Diese riesige Enzyklopädie, in Naturwissenschaften und den meisten Bereichen absolut zuverlässig, erweist sich in brisanten Politik-Bereichen als parteiisch, auf der Seite der Mächtigen stehend. Der zitierte Dok-Film zeigt denn auch die Beauftragten und ihre Hintermänner. Es scheint, dass die Vertuscher auch Wikipedia fest im Griff haben. Dadurch werden die gutbesuchten Vorträge Gansers zu einer Glaubenssache, was an der Sache selbst völlig vorbeiführt.

Die vorgetragenen Zweifel insgesamt haben immerhin dazu geführt, dass in der Schweiz nur noch 51% die offizielle Version für wahr halten (Basel-Express.ch Mai 2016 S.58). Und jedem, der leichtfertig von Verschwörungstheorien redet, stelle ich die Gegenfrage: „Aha. Aber warum stellst du dich unter ein Denkverbot?“

D. Als ehemaliger Richter in Zivil- und Strafsachen, geschult und erfahren in Beweiswürdigung, habe ich mich mit Wahrheitshunger unter alles gemischt, was im Netz zu <9/11> greifbar war und ist. Dabei bin ich auf Dr. Judy Wood gestossen, Professorin für Materialkunde, Expertin für Analysen von mechanischen Verformungen, auch in gerichtlichen Untersuchungen. Ihre Fakten-basierte Methode zog mich sofort in ihren Bann. In ihrem mehrstündigen Video-Vortrag (Ende 2012, Part 1, 2, 3 und 4) stellte sie die verblüffende Frage: Where did the Towers go?

Darin legt sie dar, dass die Türme des WTC nicht allein wegen der beiden Flugzeuge im Tempo der Schwerkraft in sich zusammenfielen, sondern weil sie zuvor minutiös präpariert worden seien, buchstäblich von Grund auf. Der Einschlag der beiden Passagier-Jets allein, so Dr. Wood, könne den Einsturz baustatisch nicht erklären, ja es sei bautechnisch unmöglich, mit je einem Flugzeug-Einschlag derartige Stahl- und Beton-Kolosse zu einem solchen Einsturz zu bringen. Sie hat 40’000 Bilder und Filme gesichtet und dann eine Liste von 41 zweifelnden Fragen erstellt, welche von der offiziellen Version nicht beantwortet werden. Ihre Denk-Methode unterscheidet sich vom üblichen Diskurs über <9/11> dadurch, dass sie vorab fragt und untersucht: What happened? und nicht bereits Wie geschah es? Wer war involviert? und Warum, zu welchem Zweck geschah es? Denn der übliche Diskurs verstellt den Blick auf die Abläufe, lässt das Geschehene bereits rückblickend anhand der Folgefragen interpretieren und lenkt damit ab von der wertfreien Analyse Was geschah am 11.9.01? Gemäss Dr. Wood gab es keine Demolition, sondern eine Dustification: Das Gebäude-Material (1/4 Mio. Tonnen Stahl sowie Beton, Glas usw.) sowie die Wrackteile der Flugzeuge, alle Möbelstücke, Telefone und Computer, ja auch 1’200 Körper zerfielen innert weniger Sekunden in puder-ähnlichen Staub, der denn auch weithin sichtbar weggeweht wurde oder den Boden von Ground Zero mit einer dicken Schicht zudeckte. Nur einige Stahlskelette blieben an Ort. – Diese wurden übrigens zur Einschmelzung abtransportiert, bevor die Ermittler des FBI am Tatort auftauchten (Bülow S. 156). – Dr. Wood’s Schlussfolgerung aus ihrer These der Dustification lautet also: Zwei Terror-Flugzeuge allein schaffen diese Pulverisierung und den Einsturz im freien Fall nicht! Auch die Pfannkuchen- und die Blasebalg-Theorie erklären das nicht. Ohne Pulverisierung wäre der Boden, auf dem die Türme standen, übersät gewesen von spezifischen Trümmern auf einem 100 Meter hohen Schuttberg und nicht von Papier und Staub.

Dr. Wood will sodann ihre These von der Dustification ergänzen durch die zunächst vermiedene Frage: Wie geschah es? Sie nennt eine rätselhafte Technik, die sie Directed Free-Energy-Technology nennt, gemäss dem Hutchison-Effekt. Diese steht sogar auf der Titelseite ihres umfangreichen Buchs Where did the Towers go? (published 2010, printed in China = in den USA fand sie offenbar für ihre brisante Analyse keinen Verlag!) Das Buch ist vergriffen, kann aber bei mir ausgeliehen werden. Hier eine deutschsprachige Version. Sie enthält auch den ersten Teil: Der Aufprall der Flugzeuge erklärt den Einsturz nicht! Der zweite Teil jedoch, die Annahme einer Directed Free-Energy-Technology, überzeugt andere Fachleute nicht: der Energie-Bedarf wäre zu gross, auch die erforderliche Apparatur. – Als technischer Laie muss ich diese Frage offen lassen. Was mich aber überzeugt, ist die Schlussfolgerung dieser Fachfrau, dass der Aufprall der Terror-Flugzeuge allein den Einsturz der beiden Türme WTC 1 und 2 im freien Fall baustatisch nicht erklärt. Ihre 41 Fragen sind denn auch unbeantwortet geblieben.

Zu ähnlichen Schlüssen, ohne die Directed Free-Energy-Technology zu bemühen, kommt die US-amerikanische Vereinigung Architects and Engineers for 9/11 Truth, verbündet mit Pilots for 9/11 Truth, Firefighters for 9/11 Truth, Veterans for 9/11 Truth, Medical Professionals for 9/11 Truth und Lawyers for 9/11 Truth (ihre Petition). Ihre Kritik wurde zum 15. Jahrestag aufgegriffen im Magazin der europäischen physikalischen Gesellschaft (NZZ 16.9.16 S.58). Der Sprecher der Architects verweist auf die baustatischen Ungereimtheiten (u.a. bestätigt der Erbauer, dass die Konstruktion einen Flugzeug-Crash aushält) und vor allem auf die vielen Zeugen der ersten Stunde, die Feuerwehrleute. Diese sahen und hörten vor den Einstürzen zahlreiche Explosionen, auch in den Untergeschossen (im zitierten Video ab Minute 1.05). Sie nahmen das am Nachmittag jenes 11.9.01 auch im Gebäude WTC 7 wahr, http://www.ae911truth.org (nicht gelöscht) und https://www.youtube.com/watch?v=K-cGbEwfx20 (leider gelöscht).

Das ist nun der für mich entscheidende Beweis. Denn an der Verlässlichkeit dieser übereinstimmenden Zeugnisse während und unmittelbar nach dem Einsturz sind keine vernünftigen Zweifel möglich. Insbesondere gehe ich davon aus, dass Feuerwehrmänner solche Blitze und Geräusche unterscheiden können von anderen Licht- und Lärmquellen, z.B. dem Einknicken von Stahlträgern, und dass sie keine Verschwörungstheoretiker sind. – Explosionen? Auch und gerade in den unteren Stockwerken, mehr als 100 Etagen unterhalb der Flugzeug-Einschläge? Die Architekten und Ingenieure schliessen daraus auf kontrollierte Sprengungen. Das sei der Beweis, dass der Einsturz der beiden Türme nicht allein von den Terror-Flugzeugen verursacht wurde. – Sprengstoff? Wer hatte in den Türmen und im Gebäude 7 Sprengstoff angebracht? Der zitierte Video-Vortrag bietet dazu plausible Überlegungen. Und vollends schlüssig sind die Enthüllungen des erwähnten todkranken Ex-CIA-Agenten.

Schlüssig ist auch der 2011 erschienene Sammelband von Thomas Meyer <Der 11. September 2001 – das neue Pearl Harbor>, Perseus Verlag Basel. Darin schildert der damalige Hausmeister des Nordturms, der Hunderte von Menschenleben rettete und zum amerikanischen Helden ernannt wurde, mit Empfang im Weissen Haus: „Die erste Explosion kam aus den Untergeschossen “ also einem der fünf Geschosse unter der Erdoberfläche; William Rodriguez hatte sein Büro im 1. UG. Seine Aussage vor der offiziellen Untersuchungskommission erschien in deren Schlussbericht mit keinem Wort. Auch aus seinen Interviews wurde diese Passage jeweils weggelassen, ausser in Lateinamerika und im hier zitierten Buch. – Die genannten Architekten wollten gerichtlich eine Korrektur des NIST-Reports erzwingen. Das National Institute of Standards and Technology musste nämlich 2013 zugeben, bei ihrem Simulationsmodell gewisse Parameter absichtlich falsch eingegeben zu haben (Basel-Express.ch a.a.O.). Warum wohl? Das Gericht wies aber das Anliegen ab.

Der Russe Dimitri Khalezov hat am 1.5.14 mittels der Annahme einer unterirdischen thermo-nuklearen Explosion eine Erklärung geliefert, die alle Divergenzen der Erklärungsmodelle (Explosionen auch oben und ohne sichtbaren Flugzeug-Einschlag, Kerosin-Brände, Pulverisierung fast ohne Trümmer, Einsturz im freien Fall in Sekunden, auch beim WTC 7) überbrückt: zwei Tunnels von WTC 7 bis unter WTC 1 und 2. Verblüffend, nicht von der Hand zu weisen.

Nur ein Indiz, kein Beweis, ist es, dass der Käufer oder Pächter der Türme vorinformiert war, Larry Silverstein. Er hatte sie kurz zuvor für 3,5 Mia. $ bei der Swiss Re versichert, ausgerechnet gegen Terror-Anschläge (Bülow S. 159; 20Min. 5.5.04 S. 14). Beim Bau waren sie, damals erlaubterweise, völlig mit Asbest ausgekleidet worden und hätten nun, nachdem Asbest nicht mehr erlaubt war, saniert werden müssen. Lag es da, im Kontext der Variante A, nicht nahe, mit den Geheimdiensten gemeinsame Sache zu machen und die Türme ganz einstürzen zu lassen statt nur teilweise? Denn für die Rechtfertigung des <Kriegs gegen den Terror> hätte es ja genügt, wenn zwei Flugzeuge in die Türme gerast und die Brände irgendwann erloschen wären, ohne Einsturz. – Silverstein bekam die Versicherungssumme, allerdings nur ein Mal, obwohl er vor Gericht geltend machte, es seien doch zwei Schäden …

Die noch am 11. September 2001 mit riesigem Propaganda-Aufwand verbreitete Version der Bush-Administration lautete: „Die zwei Terror-Flugzeuge sind die (alleinige) Ursache für den Einsturz der beiden WTC-Türme“. Das entspricht der Variante B. Sie wird von Wikipedia vertreten und verbannt alle andern Varianten ins Reich der Verschwörungstheorien.

Ich gehe aus von der Verteilung der Beweislast, wie jedes Gericht sie bei seiner Wahrheitssuche vornehmen würde:

Die Administration hat die erste Runde der Beweisführung für sich entschieden: Alle sahen mindestens ein Flugzeug, das in einen der Türme raste, und später stürzten die Türme ein, und zwar allein deswegen: plausibel.

Die Beweis-Würdigung geht also in die zweite Runde: Das kann so nicht stimmen, sagen die Zweifler. Mich überzeugen dabei die folgenden Befunde:

  • Ich stelle auf die Baustatikerin Dr. Judy Wood ab, dass die beiden Flugzeug-Einschläge das Pulverisieren und Einstürzen im freien Fall nicht erklären können. Daraus folgt ja, dass zusätzliche Faktoren beteiligt waren.
  • Die Berechnungen und Veranschaulichungen der Architects widerlegen die Version der Bush-Administration.
  • Die Aussagen der Feuerwehrleute, Augen- und Ohrenzeugen der ersten Stunde, widerlegen diese Version ebenfalls. Explosionen in Stockwerken weit unterhalb der Kerosin-Brände, sogar unterhalb des Erdgeschosses, können nicht von den Flugzeugen stammen.
  • Die offizielle Erklärung für den Einsturz von WTC 7 überzeugt nicht. Warum soll dieses Gebäude, in das kein Flugzeug hineinraste, durch herabfallende brennende Trümmer von WTC 1 und 2 in Brand geraten sein, und dazu noch in Stockwerken unterhalb des Dachs, wenn doch die näher stehenden Türme WTC 5 und 6 nicht in Brand gerieten? Warum sollen wir der offiziellen Erklärung für den Einsturz von WTC 1 und 2 glauben, wenn diese den Einsturz von WTC 7 nicht erklären kann?
  • Die offenen Fragen von Judy Wood, Daniele Ganser und vielen weiteren, auch zum Flugzeug-Aufprall im Pentagon, sind erdrückende Indizien gegen die offizielle Version. Arabische Flugschüler konnten die Luftabwehr der bestgerüsteten Nation nicht austricksen.

Die zweite Runde der Beweiswürdigung geht daher an die Vertreter der Version A. Dabei ist es unerheblich, ob diese irgendwelche überzeugenden Hypothesen über den tatsächlichen Verlauf von <9/11> bieten, ob also der Russe Khalezov nur verblüfft oder die wahrscheinlichste Erklärung äussert. Für diese Runde der Beweiswürdigung genügt es, dass die Zweifel an der offiziellen Version unüberbrückbar sind. Auf die Zweifler kann daher auch abgestellt werden, wenn ihre Erklärungen des Ablaufs nicht überzeugen.

Die dritte Runde der Beweiswürdigung geht daher wieder zurück an die Administration Bush (oder Obama/Trump) oder unabhängige Institutionen, welche die offizielle Version vertreten. Sie müssten, um diesen makabren Poker nicht zu verlieren, ihrerseits mit Antworten auf die genannten Zweifel und Fragen überzeugen, und zwar, im Gerichts-Jargon, mit rechtsgenügender Sicherheit. Davon kann nun im Ernst nicht die Rede sein, zumal man ja einbeziehen muss, wem der Anschlag nützte. Die Zweifel und Fragen sind nicht beantwortet. Also bleibt es bei der Variante A: Staatsverschwörung.

Zu diesem Schluss kommt auch der investigative dänische Journalist Tommy Hansen und sehr viele andere. Bülow (S. 99 und 148) erwähnt als eines der zahlreichen Indizien für die geheimdienstliche Inszenierung den Pass des angeblichen Haupttäters, Mohammed Atta, der von einem Unbekannten (!) einige Strassenschluchten entfernt gefunden wurde, unversehrt, aus dem Flugzeug und damit aus dem Innern des Gebäudes geschleudert … Das FBI sagte später, die Flugschreiber habe man nicht gefunden – obwohl diese 1’500 Grad Celsius aushalten, also weit mehr als einen Kerosin-Brand (Bülow S. 110). Jenen Pass jedoch fand man und lenkte mit dieser Information den öffentlichen Fokus sofort in die gewünschte Richtung: den Islamismus, al-Kaïda und Osama bin-Laden. Der Vater Attas, Rechtsanwalt in Kairo, hatte indessen von seinem Sohn drei Tage nach dem Anschlag einen Anruf aus Hamburg erhalten (Bülow S. 96).

Weder der CIA noch das FBI haben ihre Kernaufgaben erfüllt, nämlich genau solche Attentate zu verhindern, also diese für derart grosse Maschinen ziemlich unerfahrenen Flug-Laien schon bei ihren Vorbereitungen oder beim Start zu enttarnen oder die vier Flugzeuge schon beim Anflug abzufangen. Alle Sicherungs-Mechanismen, für welche die USA alljährlich Dutzende Mio. $ ausgeben, hätten angeblich ausgerechnet an jenem Tag zufällig versagt, wollte man der staunenden Weltöffentlichkeit weismachen. In Basel würde man sagen: Verzell du das em Fäährimaa! Wurden die zuständigen Beamten nach ihrem katastrophalen Versagen ihrer Posten enthoben und strafrechtlich belangt? Nein, und das passt.

E. Wenn es also bewiesen ist, dass die Twin Towers nicht allein wegen des Einschlags der beiden Jets auf die Art und Weise in sich zusammenstürzten, wie es Tausende New Yorker sahen und die ganze Welt am Fernsehen mitverfolgte, dann ist folgendes bewiesen und klar:

  • Die Twin Towers wurden zuvor präpariert, vorbereitet – und sicher auch das nahe Hochhaus 7. Auch das Loch im Pentagon (oben A.) kann nicht von einem Flugzeug herrühren.
  • Eine solche Inszenierung gelang keiner „privaten terroristischen Vereinigung“, sondern nur einer staatlichen. Nur eine solche kann derartige Flugzeuge fernsteuern – wenn es sie denn gab (ab Minute 60).
  • Die Bush-Administration griff zu dieser gigantischen Inszenierung, um in den kommenden Jahren völlig neue strategische und rechtliche Voraussetzungen für ihre Politik der Weltbeherrschung zu schaffen, insbesondere die Sicherung der Vasallen-Gefolgschaft in der NATO und der EU.
  • Diese Administration opferte hiefür rund 3’000 Landsleute mitsamt den ahnungslosen Passagieren der beiden Flugzeuge und Dutzende von ehrbaren Feuerwehrleuten, welche im Nordturm bis ins 78. Stockwerk vorgedrungen waren, um bei der Evakuierung der Menschen behilflich zu sein (Bülow S. 141).
  • Sie opferte auch Dutzende von „islamistischen Verdächtigen“, pferchte sie in die Gefängnisse Guantànamo und Abu Ghraib sowie in weit verstreute Kerker u.a. in Polen und Litauen und folterte sie dort bestialisch, um Geständnisse zu erpressen.
  • Die Bush-Administration tischte der ganzen Welt über diesen Vorfall gigantische Lügen auf, insbesondere der eigenen Bevölkerung und den Angehörigen der Opfer – ein gutes Jahr später auch die Lüge von den Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins. Sie log auch über die Folterungen der CIA, welche ja mit den (nie verifizierten) Geständnissen von der eigenen Beteiligung an <9/11> ablenken wollte.
  • In diese gigantische Staatsverschwörung war wohl auch der Käufer oder Pächter der Türme involviert, Larry Silverstein.

Die Aufrechterhaltung dieses Geheimnisses erfordert viel mehr Stillschweigen als der Watergate-Skandal zur Zeit von Richard Nixon. Die Beteiligten schweigen aus gutem Grund: jeder Whistleblower würde die Todesstrafe riskieren, staatlich oder meuchlings. An den Erschütterungen, falls diese Lüge je flächendeckend auffliegt, bin nicht einmal ich interessiert.

Wer an all diesen Überlegungen zweifelt, dem schiebe ich noch folgende nach:

Selbst wenn der Einsturz der Twin Towers und des WTC 7 nicht hausgemacht, sondern allein von arabischen Terroristen verursacht worden wäre: Mit welcher moralischen Legitimation setzte die Bush-Administration für ihren Rachefeldzug das Völkerrecht ausser Kraft? Das war nicht zwingend. Zwingend wäre gewesen, die Aufklärung dieses gigantischen Verbrechens der Behörde für Verbrechensverfolgung zu übergeben, also dem FBI, wie beim Bombenanschlag vom 26.2.93. Dieses beklagte sich später aber, es sei bei seinen Ermittlungen behindert statt gefördert worden. Dieses Ersetzen der Justiz durch die Politik muss der Bush-Administration so oder so angelastet werden als moralisch disqualifizierend. Es wirkte sich weltweit verheerend aus – aber es war für den Military Industrial Complex äusserst nützlich … So oder so war dieses Verbrechen eine Sache für die Justiz und nicht für die Politik, gerade im Land der Gewaltenteilung. Dann dürfte es keinen strikt geheim gehaltenen Untersuchungsbericht des US-Kongresses geben, der seit 2002 auf den unter B. erwähnten 28 Seiten derart brisante Informationen enthält, dass der Saudische Aussenminister mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen in Milliardenhöhe droht, falls dieser Bericht veröffentlicht wird (20Min. 21.4.16 S.13). Warum weiss die Politik mehr als die Justiz? Das stinkt zum Himmel.

Beide Varianten entziehen der moralischen Vorbild-Funktion der USA und ihrem Führungsanspruch jeden Boden. Die Zerstörung des “störenden” Völkerrechts durch die Politik ist genauso ein Schlüssel-Ereignis wie die hausgemachte Zerstörung der Twin Towers und von WTC 7.

F. Wie gesagt: Die privatwirtschaftlich organisierte Rüstungsindustrie braucht Umsatz, sonst murren die Aktionäre und alle Zulieferer über fehlende Gewinne und Dividenden. Es ist daher systemkonform und logisch, dass sie alle an einer politischen Atmosphäre interessiert sind, welche in weitestem Sinne kriegerisch ist, mit Feindbildern und Frontstellungen (vgl. Wikipedia: Prompt Global Strike). Das deckt sich mit dem Interesse der Mächtigen, die Macht-Unterworfenen mittels eines Bedrohungs-Szenarios hinter sich zu scharen. Für eine Weltmacht wie die USA ist es daher essentiell, nicht nur ihre eigene Wählerschaft, sondern auch ihre Verbündeten auf einen Kampf einzuschwören. Das rechtfertigt es, das Gegenteil von Friedenspolitik zu betreiben, nämlich militärische Aufrüstung und gigantische Waffenverkäufe in alle Welt, auch an sich bekämpfende Fronten. Die Militär-Ausgaben und Waffenverkäufe der USA übertreffen die entsprechenden Summen der neun nachfolgenden Staaten zusammengerechnet, also Russland, China, Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Saudi-Arabien, Indien, Süd-Korea und Japan (SIPRI). Und die USA wollen sicherlich weiterhin an der Spitze bleiben! In diese fundamentale Interessenlage passte während des Kalten Krieges die Frontstellung gegen den Kommunismus und, nachdem dieser aufgab, gegen den Islam, seit jeher ein Rivale der Christen.

Als die Kultur und Zivilisation der Christen sowie deren Parteinahme für Israel und gegen die Palästinenser die Gegner auf den Plan rief und Al-Kaïda punktuell Anschläge auf christliche Bastionen verübte, war es naheliegend, diese Gegnerschaft aufzuwerten und ihr einen Super-Anschlag in die Schuhe zu schieben, der nach den relativ konfliktarmen 90er Jahren eine neue Rüstungs- und Kriegs-Spirale rechtfertigte. Es brauchte einen triftigen Grund nicht nur für den Krieg gegen den Islam, sondern für den Krieg gegen den Terror. Und es darf, weil das Thema so bedrückend traurig ist, wieder mal gelacht werden – mit Volker Pispers

G. Wer auch immer den Anschlag auf das World Trade Center ausheckte: Es waren Professionelle mit grossem Budget. Bereits 2001 dürften die US-Geheimdienste über Mittel im zweistelligen Milliarden-Bereich verfügt haben. 2010 legten die USA erstmals solche Zahlen offen, und damals waren es über 80 Mia. $. Mit solchen Mitteln lässt sich ein Anschlag wie <9/11> schon finanzieren, und die Gunst der Stunde spülte der westlichen Rüstungsindustrie wohl ein Mehrfaches dieser Summen in die Kasse. Der Irak-Krieg hat 3’000 Mia. $ gekostet (FAZ 3.9.11 S. 33).

George W. Bush stand nicht unter Schock und verzog keine Miene, als man ihm die Nachricht von den Flugzeugen und vom Einsturz der WTC-Türme überbrachte – angeblich: um keine Panik zu verbreiten (Decision Points, Memoiren 2010). Ich unterstelle ihm nicht, dass er den Einsturz persönlich anordnete. Aber er wusste zweifellos, dass sich demnächst etwas Gigantisches ereignen werde, mit dem er den wohl längst geplanten Krieg gegen den Terror eröffnen konnte. Mit der nunmehr erlaubten Folter-Methode konnten Geständnisse erpresst werden, und Guantànamo wurde zum rechtsfreien Raum. Osama bin-Laden andererseits griff den PR-Steilpass gerne auf, der Urheber dieses Geniestreichs zu sein. – Andersrum überlegt: Was ist denn der Auftrag an diese Geheimdienste mit ihren Milliarden-Budgets, wenn nicht der: mit genau solchen Aktionen das Fundament für die Machtpolitik ihrer Auftraggeber bereitzustellen? Oder sollen sie Pilze züchten mit diesem Geld? Journalisten zum Kaffee einladen? Verteidigungsminister und Mitwisser Donald Rumsfeld forderte wie gesagt noch am gleichen Abend, Saddam Hussein im Irak anzugreifen. Es darf bitter gelacht werden …

Hier ist nicht der Ort, moralische Denkzettel zu verteilen. Ich folge beim Beobachten der Politik einfach dem Erklärungsmodell Wem es nützt, der hat’s wohl auch getan. Der eingangs erwähnten Palästinenserin nützte dieser Anschlag nicht – sie war entsetzt, als sie vom Missbrauch ihres Lachens erfuhr (Bülow S. 19 und 253 Anm. 6). Der Administration Bush und der mit ihr verflochtenen Rüstungs- und Öl-Industrie jedoch nützte dieser Anschlag enorm.

Seither herrscht nämlich Krieg gegen die Islamisten, nützlich für die Zementierung der Führungsrolle der USA und für die Rechtfertigung beliebiger völkerrechtswidriger Einmischungen überall auf der Welt – mit Einsätzen modernsten Kriegsmaterials wie Ziel-programmierte Bomben und Drohnen, Töten ohne Anklage und Urteil, weltweit, oft auch ohne Einwilligung des betroffenen Staates. Die gewaltigen Kosten dieser Einmischungen lassen die Staatsverschuldung der USA in unbezahlbare Höhen schnellen. Aber es scheint diesen Christen die Mühe wert, das Geld der Rüstungsindustrie zukommen zu lassen statt dem Aufbau einer friedlicheren Welt (vgl. Kap. 28).

H. Wenn dieser Aufbau die Orientierungsmarke der künftigen Weltpolitik sein soll (und wer von uns will ihn nicht?), dann muss die führende Weltmacht moralisch integer sein. Die USA haben sich nicht nur während Jahrzehnten durch die verdeckten Operationen (vgl. Daniele Ganser, NATO-Geheimarmeen, Orell Füssli 2013) und die Lügen vorher und nachher, sondern insbesondere durch die Zerstörung der WTC-Türme und die Lügen darüber sowie durch die darauf folgenden Kriege und Verwüstungen im Gürtel zwischen Libyen und Afghanistan moralisch disqualifiziert. Die Administration Obama war keinen Deut integrer als ihre Vorgänger. Sie führte, ebenfalls im Auftrag des Military Industrial Complex, ähnliche Kriege und zelebrierte den nationalen Mythos an jedem Jahrestag des 11.9.01 erneut, ja benutzte ihn dazu, die Kriegslüsternheit weltweit anzuheizen. Das ist das Gegenteil christlich inspirierter Friedens- und Abrüstungspolitik. Und weil in den USA weit und breit keine integre und mehrheitsfähige Kraft sichtbar ist (weder Clinton noch Trump), wird das leider auch so bleiben. Trump will nun sogar den jährlichen Militär-Etat der USA von rund 600 Mia. $ um 54 Mia. aufstocken zulasten nicht-militärischer Bereiche. „Wir müssen wieder Kriege gewinnen.“ (SDA in 20Min. 28.2.17 S.5)

Daraus folgt, dass sich alle Friedenswilligen dieser Welt von den USA als Führungsmacht abwenden müssen. Früher nannte man eine solche individuelle oder kollektive Weichenstellung anti-imperialistisch. So wurde sie auch während Jahrzehnten verunglimpft, namentlich von den christlichen Politikern – heute müssen wir uns sagen: sehr zu Unrecht. Und konsequent zu Ende gedacht, ist auch eine Abkehr von der privatwirtschaftlich organisierten Güter-Produktion nötig, jedenfalls was Rüstungsgüter betrifft, denn diese lebt vom Krieg.

Und daraus folgt schliesslich, dass wir gegenüber jedem Grossereignis misstrauisch sein müssen, welches als Anlass und Rechtfertigung für Aufrüstung und einen neuerlichen Krieg dient – jedem – sogar gegenüber dem Attentat auf <Charlie Hebdo>, zumal auch dort Personalausweise der angeblichen Täter gefunden wurden: auf dem Hintersitz eines Taxis!

Dieses Attentat diente als Anlass für weitere Aufrüstung in Europa. Das gilt jetzt auch für die Aufrüstung der Ukraine nach dem ungeklärten Abschuss der MH17, und gilt für die Hetze der NATO gegen Putins Russland sowie für den Vormarsch und jetzt das Zurückdrängen des sog. Islamischen Staats. Auch dieser war hausgemacht, mit westlich-christlichen Waffen (vgl. Kap. 24). Er wurzelt letztlich in der durch <9/11> gerechtfertigten Aggression gegen den Irak und im Versuch eines Regime Change in Syrien – beides hochgradig völkerrechtswidrig. Und Obama begann mit der Bombardierung des IS im souveränen Syrien einen Tag vor der Beratung im UNO-Sicherheitsrat – ein Beweis mehr, wie er diesen verachtete. Er verachtete auch die UNO-Charta, welche militärische Gewalt nur zur unmittelbaren Selbstverteidigung erlaubt, nicht zur Einmischung und Bestrafung (Art. 51). Der grobe Rückfall in archaisches Macht-Denken und völkerrechtswidriges Handeln begann in diesem Jahrtausend mit dem Schlüssel-Ereignis <9/11>.

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